Das Wohnzimmer

Das Wohnzimmer

Nadine  Schuller
von Nadine Schuller
29. August 2025

Raum für Leben – Das Wohnzimmer im Neubau richtig planen

Teil 1 unserer Reihe: Was ist in jedem Raum bei der Planung eines Neubaus zu beachten?

Das Wohnzimmer ist das Herzstück jedes Hauses. Hier wird gelebt, gelacht, entspannt und gemeinsam Zeit verbracht. Umso wichtiger ist es, dass dieser Raum funktional, gemütlich und zukunftssicher geplant wird. In diesem Beitrag zeigen wir dir, worauf es bei der Planung des Wohnzimmers im Neubau wirklich ankommt – von der Größe und dem Grundriss über Licht und Elektrik bis hin zu praktischen Alltagsdetails.

1. Die richtige Raumgröße und Grundrissgestaltung

Für viele ist das Wohnzimmer der größte Raum im Haus – zurecht. Es dient nicht nur dem Wohnen, sondern oft auch als Verbindung zur Küche, zum Essbereich oder zur Terrasse. Die ideale Größe hängt stark von der Haushaltsgröße und den persönlichen Lebensgewohnheiten ab:

  • 2 Personen-Haushalt: ca. 20–25 m²
  • Familie mit Kindern: 30–40 m² oder mehr, vor allem bei offenem Wohn-Ess-Küchenkonzept
  • Multifunktionalität beachten: Wird das Wohnzimmer auch zum Arbeiten, Spielen oder Gästeempfang genutzt?

Tipp: Ein rechteckiger Raum mit ca. 1:1,5 bis 1:2 Seitenverhältnis lässt sich besonders gut möblieren. Lieber kompakter, aber gut geschnitten – als groß, aber unpraktisch.

2. Zonen schaffen – Offen, aber mit Struktur

Viele Neubauten setzen auf offene Grundrisse. Das Wohnzimmer verschmilzt mit Küche und Essbereich – das wirkt großzügig und modern. Damit der Raum dennoch Struktur hat:

  • Die TV- & Sofa-Zone sollte abgeschirmt oder klar abgegrenzt sein – z.B. mit Teppichen, Raumteilern oder Möbeln
  • Der Übergang zum Essbereich sollte fließend, aber logisch sein (nicht zwischen Sofa und TV hindurch)
  • Optional: Kamin oder Ofen als zentrales Gestaltungselement einplanen

3. Fenster, Ausrichtung und natürliches Licht

  • Licht ist Lebensqualität – und besonders im Wohnzimmer ein entscheidender Wohlfühlfaktor.
  • Süd- oder Südwest-Ausrichtung bringt maximale Helligkeit und Wärme. Aber Vorsicht: da die Sommer immer wärmer werden, ist es ratsam hier direkt mit Raffstoren vor zu sorgen
  • Große Fensterflächen schaffen Offenheit – bodentiefe Fenster oder Hebe-Schiebe-Türen zur Terrasse lohnen sich
  • Sonnenschutz (z. B. Raffstores oder Screens) gleich mitplanen, um Überhitzung im Sommer zu vermeiden

Tipp: Wer morgens nicht geblendet und abends nicht im Dunkeln sitzen will, sollte die Position von Sofa, TV und Fenstern klug aufeinander abstimmen.

4. Elektrik & Steckdosen: Mitdenken lohnt sich!

Hier liegt einer der größten Planungsfehler: zu wenig oder ungünstig platzierte Steckdosen. Eine durchdachte Elektroplanung macht den Unterschied.

Was du berücksichtigen solltest:

  • Deckenleuchten oder Spots über dem Sofa, Lesesessel oder Couchtisch
  • Steckdosen  – ÜBER dem Sofa, neben dem TV-Board, bei Sideboards, Regalen
  • Multimedia-Anschlüsse (TV, LAN, Lautsprecher, ggf. Beamer)
  • Ladestationen oder USB-Anschlüsse im Sofa- oder Sideboardbereich
  • Smart Home vorbereiten: Lichtsteuerung, Rollläden, Musiksysteme etc.

Extra-Tipp: Plane ein paar Steckdosen „auf Vorrat“ – sie kosten wenig, aber später fehlt dir genau da eine!

5. Beleuchtung: Atmosphäre schaffen

  • Die richtige Mischung aus Grundbeleuchtung, Zonenlicht und Stimmungslicht macht den Raum lebendig.
  • Dimmbare Deckenleuchten für die Allgemeinbeleuchtung
  • Steh- und Tischlampen bei Leseecken oder beim Sofa
  • Indirektes Licht (z. B. hinter dem TV, an Deckenleisten oder Möbeln) für gemütliche Abendstimmung

Tipp: Plane von Anfang an die Stromauslässe so, dass Kabel möglichst verschwinden – etwa unter dem Sofa oder im Fußboden.

6. Boden, Akustik und Gemütlichkeit

  • Das Wohnzimmer lebt vom Ambiente. Materialwahl, Farben und Akustik beeinflussen die Atmosphäre
  • Warme Böden wie Parkett oder Vinyl schaffen Behaglichkeit
  • Teppiche, Vorhänge und Polstermöbel verbessern die Raumakustik – besonders in offenen Räumen
  • Akustikpaneele oder schallabsorbierende Dekoelemente bei hohen Decken in Betracht ziehen

7. Zukunft mitdenken

  • Plane das Wohnzimmer nicht nur für heute, sondern auch für morgen
  • Barrierearme Zugänge zur Terrasse oder ins restliche Haus
  • Flexibles Möblierungskonzept, das sich bei veränderten Lebensumständen anpassen lässt
  • Technikanschlüsse & Smart-Home auch dann vorsehen, wenn du sie heute noch nicht brauchst

Fazit: Gute Planung = mehr Lebensqualität

Das Wohnzimmer ist viel mehr als nur ein Raum – es ist ein zentraler Lebensbereich. Mit einer durchdachten Planung, einem klaren Konzept und vorausschauenden Entscheidungen legst du den Grundstein für viele gemütliche Stunden mit Familie und Freunden.

👉 Im nächsten Beitrag geht es um die Küche – das funktionale Herz des Hauses. Wir zeigen dir, wie Arbeitswege, Licht, Stauraum und Technik clever kombiniert werden.

Hast du Fragen zur Planung deines Wohnzimmers? Oder willst du wissen, wie du deine Wünsche in einem bestehenden Grundriss optimal umsetzt? Schreib uns – wir helfen gerne weiter!

Nadine  Schuller
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